Radsportbezirk Westfalen-Mitte

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Dritter DM-Titel für Michel Heßmann

Es ist der reine Wahnsinn. In einer Saison hat Michel Heßmann vom Stadtwerke Unna Team nun bereits den dritten Titel eines Deutschen Meisters errungen.

Am letzten Wochenende trafen sich in Genthin die Altersklassen der U15 und U17, sowie die U23 zu den deutschen Meisterschaften im Mannschaftszeitfahren. Dazu fuhren die U19 Fahrer um Punkte für die Bundesliga-Wertung.

Michel Heßmann gilt im BDR als der beste Zeitfahrer seines Jahrganges. In Genthin ging er für die Landesauswahl NRW mit Henrik Josten, Jonas Messerschmidt und Tim Torn Teutenberg an den Start. „Es lief bei uns rund, einfach perfekt. Wir galten zwar nicht als Favoriten, dafür haben wir besser abgelöst und uns das Rennen perfekt eingeteilt“, so ein stolzer Michel Heßmann. „Nach der leichten Enttäuschung durch den verpassten Gesamtsieg bei der Oststeiermark-Jugendtour tut mir dieses Ergebnis gut.“

Landestrainer Robert Pawlosky kennt die Fahrer und ihre Stärken sehr genau. Daher ließ er Michel immer eine Minute führen, während die anderen drei nach 20 Sekunden ablösten. „Das hat uns geholfen einen guten Rhythmus zu fahren und konstant im Tempo zu bleiben. Das wir eine Medaillenchance hatten wussten wir. Gold ist aber der Wahnsinn“, so Heßmann.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 46 Km/h siegte der NRW Vierer nach 40 Kilometern mit 17 Sekunden Vorsprung auf den LV Brandenburg und 25 Sekunden vor dem LV Niedersachsen.

Drei Mal Deutscher Meister, im Bahn-Punktefahren, dem Straßenrennen und im Straßen-Vierer, dazu der Sieg in der internationalen TMP-Rundfahrt, dem 2. Platz bei der Oststeiermark-Jugendtour und dem 2. Platz bei den olympischen Spielen der europäischen Jugend. Diese Vielfältigkeit hat es im Radsport noch nicht gegeben. Dabei steht am übernächsten Wochenende die Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren, seine Spezialdisziplin noch aus. Es könnte die nächste Krönung einer herausragenden Saison werden.

 

Jon Knolle mit Sieg in der Bundesliga

Während es in Genthin für Michel Heßmann um den DM Titel ging, fuhren die Junioren um Punkte für die Bundesliga. Über 50 Kilometer ging das Mannschaftszeitfahren in dieser Altersklasse. „Leider gibt es bei uns keine Deutsche Meisterschaft im Mannschaftszeitfahren, das wäre für mich ein Highlight gewesen“, so ein glücklicher und zugleich unglücklicher Jon Knolle. Das Team des Landesverbandes mit dem RSVler, Johannes Hodapp, Peer Münstermann und Michel Gießelmann fuhr, wie zufuhr die U17, ein durchgängig gleichmäßiges Tempo. Zur Zwischenzeit lagen sie noch auf Platz zwei. Dann konnten sie auf der Wendepunktstrecke noch zulegen und siegten in einer Zeit von 56:32 Minuten überlegen vor Sachsen und Brandenburg. „Ich bin stolz auf das gesamte Team. Wir sind klasse gefahren, hatten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 54 km/h und sind die zweitbeste Zeit gefahren, die eine U19 Mannschaft dort jemals gefahren ist.“

Mit diesem Sieg übernahm das Team um Knolle die Führung in der Bundesliga. Am kommenden Samstag findet am Bilster Berg der Saison-Abschluss statt. Dabei soll der Gesamtsieg in der Mannschaftswertung fest gemacht werden. „“Es ist mein letztes großes Rennen in der U19. Da möchte ich noch einmal etwas Besonderes abrufen. Mal sehen, ob es klappt.“

 

Tatjana Paller erfolgreich beim internationalen Bahnmeeting in Dudenhofen

„Eigentlich wollte ich jetzt gerade keine Rennen fahren. Während meiner Zeit bei der Bundeswehr in Hannover komme ich nur am Wochenende zum Training. Unser Bundestrainer sagte aber, dass wir noch Punkte für die Bahn-Europameisterschaft in Berlin benötigen. Also bin ich, mehr schlecht als recht vorbereitet, mit der Nationalmannschaft an den Start gegangen.

 

Obwohl das Rennen international stark besetzt war, unter anderem am Start die Olympiasiergerin und mehrfache Weltmeisterin Kathy Archibald, konnte die U23 Europameisterin des RSV Unna, Tatjana Paller, ihr Talent eindrucksvoll unter Beweis stellen. Sie siegte im Sratch vor der Österreicherin Eberhardt und der Schweizerin Seitz.

Bei den Männern war der RSV Unna durch Felix Happke vertreten. In seinem ersten Elite-Einsatz mit der Nationalmannschaft konnte er vor Allem bei den Temporunden mit einem herausragenden 4. Platz. „Ich habe viel gelernt und gesehen, wo ich mich noch weiter entwickeln muss. Dafür war die Veranstaltung gut und wichtig“, so Happke nach zwei anstrengenden Tagen inmitten der europäischen Bahn-Elite.

 

Justin Wolf mit Doppelsieg in Hombruch

„Mir liegt der 850m Kurs in Hombruch. Dort habe ich schon in der U19 und im vergangenen Jahr gewonnen. Das werde ich auch in diesem Jahr versuchen“, so Justin Wolf bereits vor dem ersten Start am vergangenen Wochenende. Von Beginn an machte er das Rennen schnell, so dass sich sehr früh eine Spitzengruppe mit fünf Fahrern lösen konnte, darunter eben Justin Wolf vom RSV Unna. Der Bahn-Nationalfahrer wusste, dass er gegen seine Mitstreiter in diesem Sprint-Kriterium nicht würde durchsetzen können. Also setzte er seine Hatz nach einem Rundengewinn fort. Insgesamt drei Mal konnte er das gesamte Feld überrunden und siegte am Ende überlegen.

Derweil vorne Justin Wolf erfolgreich seine Runden drehte, bremste Teamkollege Luke Derksen hinten das Feld. Immer wieder störte er die Tempoerhöhung der Konkurrenz, so dass Wolf am Ende triumphieren und so die internationale Dortmunder Meisterschaft gewinnen konnte. Als Derksen sich zum Ende dann mit einigen Fahrern absetzen konnte wurde es bitter. „Ich kann es mir nicht erklären. Plötzlich flog ich mit meinem Rad und landete unsanft auf dem Asphalt“, so ein von Prellungen und Schürfwunden gezeichneter Luke Derksen.

Anschließend ging es dann noch in Derny-Rennen. Am Hinterrad von Thorsten Rellensmann konnte sich Wolf schnell mit vier weiteren Fahrern absetzen. Am Ende siegte er auch hier überlegen vor Hannes Baumgarten und Nico Brenner.

 

Franzi Koch mit starken Leistungen in Hürth und Wuppertal

In der Vorbereitung auf die MTB Weltmeisterschaft ging Franzi Koch noch einmal bei zwei Straßenrennen an den Start. In Hürth startete die Juniorin in der Frauenklasse. Sie fuhr ein starkes Rennen und unterlag nur im Fotofinish der Landesmeisterin der Frauen, Lydia Wegemund.

Zwei Tage später gingen die Juniorinnen mit den Frauen in Wuppertal an den Start.“ Ich habe immer wieder attackiert und das Rennen schnell gemacht. Am Ende kam so eine Spitzengruppe zu Stande, in der neben mir nur Frauen mitfuhren. Im Spurt habe ich mich dann zurück gehalten, da ich vor der WM kein Risiko mehr gehen wollte. Es war ein tolles Rennen. Meine Form stimmt und ich konnte zu ersten Mal im Trikot der Deutschen Meisterin fahren. Es fühlt sich tatsächlich anders an, so habe ich es mir immer vorgestellt“, so eine zufriedene Franzi Koch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Text und Fotos: RSV Unna

 

 

 

 

 

Freitag, 20. Oktober 2017